Ölbild mit dem typischen
geschnitzten ornamentalen
Rahmen

 

Gemäß seiner künstlerischen Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in München, lag ein Schwerpunkt Junkers künstlerischen Schaffens im Bereich der Malerei.

Während aus seiner Frühzeit vor und während seiner Akademieausbildung nur wenige Skizzen und Entwürfe erhalten sind, existiert ein umfangreicher Bestand an Aquarellen, Zeichungen und Skizzen, vor allem Landschafts- und Architekturstudien, die während seines gut dreijährigen Italienaufenthaltes entstanden sind.

Aus seiner Lemgoer Zeit haben sich zahlreiche Ölbilder und Gouachen erhalten. Es handelt sich dabei vorwiegend um Themen der christlichen und mythologischen Ikonographie, daneben weitgehend realistische Landschafts- und Architekturdarstellungen, die einen engen Bezug zu Junkers Heimat widerspiegeln. Eine Reihe von Porträts und Personendarstellungen runden das malerische Oeuvre Junkers ab. Bei einer Vielzahl seiner Gemälde bilden Bild und Rahmen eine künstlerische Einheit. In dem Junker eigenen Stil sind die Holzrahmen beschnitzt und farbig gefaßt.

Sein Malstil scheint vom Impressionismus beeinflußt, enthält aber auch surrealistische und primitivistische Elemente. Er verwendete mit Vorliebe ungemischte Grundfarben, die er häufig in einer dem Pointillismus verwandten Technik auftrug. Insgesamt ist seine Farbpalette von dunklen und zurückhaltenden Tönen geprägt.

Zu seinem malerischen Werk gehören auch die zahlreichen Wand- und Deckenbilder des Junkerhauses, die auf einer hellen Grundierung in der auffälligen pointillistischen Manier gemalt wurden. Es handelt sich größtenteils um mehrfigurige mythologische und christliche Szenen, deren programmatische Aussage in Bezug auf Raumkonzept und -nutzung noch nicht näher untersucht ist.