Im Jahr 1889, acht Jahre nach seiner Rückkehr nach Lemgo, stellte Karl Junker den Bauantrag für sein Haus. Vermutlich aber hatte er sich schon Jahre vorher mit Entwurf und Planung beschäftigt und sogar ein detailgetreues Holzmodell gebaut. 1891 war der zweistöckige Fachwerkbau mit Bruchsteinsockel weitgehend fertig gestellt. Die spezifische Gestaltung seines Hauses mit überreichen und phantasievollen Schnitzereien beschäftigte Karl Junker noch viele Jahre. In diesem vielfach als Gesamtkunstwerk bezeichneten Haus lebte und arbeite Karl Junker, weitgehend zurückgezogen von menschlicher Gesellschaft, bis zu seinem Tod.

Schon zu Junkers Lebzeiten zählte das Junkerhaus zu den Sehenswürdigkeiten Lemgos. Bis zum heutigen Tag übt es eine eigenartige Faszination auf seine Besucher aus. Es ist Ausdruck eines unermüdlichen und eigenwilligen künstlerischen Schaffens. Außen wie innen wurde es von Karl Junker bis ins kleinste Detail bearbeitet und gestaltet. Selbst die Möbel stammen von seiner Hand.

Das Junkerhaus befindet sich seit 1962 im Besitz der Stadt Lemgo. Es liegt an der Hamelner Straße (Hausnummer. 36).

Öffnungszeiten
1. April bis 31. Oktober
dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr 

1. November bis 31. März
freitags bis sonntags von 11 bis 15 Uhr